Jessica Jäckel, Sängerin und Waldzitherspielerin, gründete 2002 die Berliner Rockband Skin Diary alias Jessica Jekyll, die Frau der vielen Stimmen. Der Berliner Tagesspiegel und die Kieler Nachrichten zogen Vergleiche zu Nina Hagen, Kate Bush und Björk und auf insgesamt 350 Konzerten führte es ihre Band auch nach Russland, Ukraine, Italien und Belgien. 2013 beschloss Jessica Jäckel neue Wege einzuschlagen, tauschte die Bühne gegen den Kuhstall und wurde von der Sängerin zur Sennerin in den Schweizer Bergen. Die läutenden Kuhglocken, das Schwyzer Örgeli und die traditionellen Klänge berührten die Künstlerin sehr und weckten neue Sehnsüchte. Zurück in ihrer Heimat hinterfragte sie ihre musikalischen Wurzeln und begab sich auf die Suche. Während sie durch Wälder, Wiesen, Weisen und Wikipedia pirschte, fand sie ein vergessenes deutsches Instrument: die Waldzither - das Hipster Instrument des frühen 20. Jahrhunderts, in Waldzither Damenclubs und in der Jugendbewegung gefeiert und zugleich verspottet als kurzartige Mandoline und entartete Laute. Verzaubert von ihrem Fund packte Jessica Jäckel der Waldzitherwahn. In Thüringen, auf dem Waldzithersymposium traf sie auf Gleichgesinnte wie die Musiker Doc Fritz, Anderes Holz, Prinz Chaos und Hüsch! und landete auch direkt im ZDF Mittagsmagazin in einem Bericht über die Rückkehr des vergessenen Instruments.

 

Seit 2018 präsentiert sich die ehemals Kühe melkende Rampensau als kühne Waldzitherfee und singt sie bevorzugt über Liebe und Tod. Ihr Repertoire umfasst alte wie neue romantische Weisen, groovige Versionen von deutschen Volksliedern wie z.B. "All mein Gedanken" und auch traditionelle "Grusel-und Gefangenenlieder" wie das isländische "Móðir mín í kví, kví" oder die Sage um die "Die Goldene Boos".

 

Seit 2019 ist Jessica Jäckel die Sängerin der in Quohren bei Dresden beheimateten Band TWORNA mit dem Gitarristen/Komponisten Frieder Zimmermann und der Nyckelharpaspielerin Caterina Other.

 

www.tworna.de